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Hannoversche Geschichtsblätter 71
 


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Kleines Kasseler Literatur-Lexikon
 


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Adolph Friedrich, Herzog von Cambridge
als Generalgouverneur und Vizekönig von Hannover 1816–1837
 

Ungern-Sternberg, Alexander von
Die Zerrissenen
Roman
 


Wilson, W. Daniel

Goethes Erotica und die Weimarer ›Zensoren‹


2015, 256 Seiten, mit Abb., Hardcover
ISBN 978–3–86525–451–1
Preis: 19,80 €

inkl. MwSt. zzgl. Versand
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  Goethes Erotica und die Weimarer ›Zensoren‹

 

(vergriffen)

Nach seinem Aufenthalt in Italien schrieb Goethe erotische Dichtungen, die auch seine Freunde schockierten. Schiller übte ›freundschaftliche‹ Zensur, und der Herzog Carl August von Weimar wies sogar sein Geheimes Consilium an, über ein Protestgedicht Goethes zur Kritik an seiner erotischen Dichtung zu verhandeln. Fortan hielten Freunde und Herausgeber den Dichter zum Selbstschutz an; er durfte nicht den Eindruck erwecken, er sei einer jener verruchten, sexuell und religiös freizügigen Libertins jener Zeit. Jetzt zensierte Goethe sich selbst und schrieb Erotica nur für den vertrauten Freundeskreis. Er hob sie aber zur posthumen Veröffentlichung auf, da er von künftigen Generationen mehr Liberalität erwartete.

Genau vor hundert Jahren, 1915, wurden die obszönsten Werke Goethes endlich vollständig gedruckt. Davor schlugen sich 120 Jahre lang all jene, die Zugriff auf die Manuskripte hatten (nach Schiller: Eckermann, Riemer, Kanzler Müller, Goethes Enkel, Großherzogin Sophie und die an Sophies großer ›Weimarer Ausgabe‹ Beteiligten), mit dem ›Problem‹ dieser obszönen Texte herum. Und irgendjemand kratzte, schnitt und radierte die anstößigsten Stellen aus den Handschriften. Aber wer?

Dieses Buch ist ein philologischer Krimi, der nach den Tätern fahndet und den verschlungenen Wegen der obszönen Manuskripte durch Weimar folgt. Eckermann deponierte sie in der Bibliothek, Müller versteckte sie auf dem Dachboden, das Großherzogliche Hausarchiv verbarg sie in einer verschlossenen Kiste mit irreführender Aufschrift. W. Daniel Wilson erzählt erstmals auf breiter Quellengrundlage die Geschichte dieser wohlwollenden Zensur Goethes. Die besprochenen Texte werden mit abgedruckt.

W. Daniel Wilson ist Professor für Germanistik an der Universität London. Er hat zahlreiche Bücher und Aufsätze zu Goethe und anderen Autoren und Themen geschrieben, zuletzt 2014: Goethe Männer Knaben. Ansichten zur ›Homosexualität‹ (Insel-Verlag).

Daniel Wilson wurde im Mai 2016 der Reimar-Lüst-Preis für internationale Wissenschafts- und Kulturvermittlung verliehen. Wir gratulieren!

 
Pressestimmen


»Was W. Daniel Wilson in seiner neuen Monographie präsentiert, ist in der Tat ein ›philologischer Krimi‹. Dargestellt wird die Publikationsgeschichte von Goethes erotischen Werken, die von prüden Tugendnormen, konservativen Dichtervorstellungen und gezielten Zensurmaßnahmen geprägt ist. […] Dabei richtet sich Wilson nicht nur an den informierten Wissenschaftler, sondern auch an den interessierten, aber unkundigen Leser, dem er Grundlagenbegriffe […] erklärt.«

»Insgesamt zeigt die Untersuchung exemplarisch, wie radikal und rücksichtslos mit den überlieferten Manuskripten eines herausragenden Dichters verfahren wurde, wenn es galt, ein bestimmtes Bild für die Nachwelt zu konstruieren und zu konservieren. Bei der Suche nach den ›Tätern‹ spekuliert Wilson nicht nur über mögliche Handlungsmotive, sondern gibt zugleich spannende Einblicke in die Editions- und Publikationsgeschichte von Goethes Werken. Insofern kann der zuweilen staunenswerte Umgang mit Goethes Erotica durchaus als ›philologischer Krimi‹ gelesen werden.«

(Nikolas Immer, IFB, 02.08.15)

Hier können Sie die vollständige Rezension nachlesen.

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Aufgrund der unklaren Rechtslage werden wir im Moment keine weiteren Rezensionsauszüge auf unserer Internetseite veröffentlichen. Wir bedauern dies sehr.

 
 
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