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von Dalberg, Carl

Betrachtungen über das Universum

Hrsg. v. Hans-Bernd Spies und Martin A. Völker

Mit einem Nachwort und Materialien von Hans-Bernd Spies und Martin A. Völker

Fundstücke 25
2010, 120 Seiten, Broschur
ISBN 978–3–86525–170–1
ISSN 1862–9874
Preis: 14,00 €

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  Betrachtungen über das Universum

 

(erscheint im Sommer 2010)

»Worin besteht der Zusammenhang aller Wesen? Wohin trachtet, zweckt ihr Bestreben, Wirken, Daseyn? Wo liegt der einzige Knoten, der alles, alles, Welten, Körper, Geister, Zeit und Raum, in ein Ganzes zusammen knüpft?« – Faustische Fragen stehen am Anfang der 1777 von Carl von Dalberg (1744–1817) veröffentlichten Betrachtungen über das Universum. Er beantwortet sie mit einer modern anmutenden Synthese aus naturwissenschaftlichen, philosophischen, soziopsychologischen und theologischen Überlegungen. En passant entwickelt er eine Globalisierungstheorie im Zeichen der Aufklärung. Die Kühnheit der Gedanken und das Fragmentarische der Darstellung führen dazu, dass dieses Werk bis 1819 sechs Auflagen erlebt und man den Autor als wichtige Inspirationsquelle wahrnimmt. In den Betrachtungen über das Universum beschwört Dalberg den Zusammenhalt der Welt, während er sich später angesichts der Französischen Revolution und der Napoleonischen Herrschaft als berühmter Erfurter Statthalter, letzter Kurfürst-Erzbischof von Mainz und letzter Erzkanzler des Alten Reiches mit dem Zusammenbruch der bestehenden Ordnung konfrontiert sieht.
Über Dalberg schreibt Schiller am 1. März 1790 an Körner: »Ich habe wenige Menschen gefunden, mit denen ich überhaupt so gerne leben möchte, als mit ihm. Er hat meinen Geist entzündet, und ich, wie mir vorkam, auch den seinigen.«

 
 
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