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Saure, Felix

Karl Friedrich Schinkel

Ein deutscher Idealist zwischen »Klassik« und »Gotik«

Berliner Klassik 17
2010, 434 Seiten, Hardcover
ISBN 978–3–86525–111–4
ISSN 1864–158X
Preis: 34,00 €

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  Karl Friedrich Schinkel

 

Karl Friedrich Schinkel (1781–1841) ist nicht nur einer der bedeutendsten deutschen Architekten, Maler und Gestalter des 19. Jahrhunderts. Vielmehr hat er auch zahlreiche theoretische Texte verfasst, die schon den Zeitgenossen als Ausdruck seiner »philosophischen Geistesart« (Gustav Friedrich Waagen) galten.
In dieser Monographie wird Schinkels Denken über Geschichte, Kultur und Nation erstmalig zusammenhängend als ein Modell entworfen und exemplarisch in die Ideen- und Kulturgeschichte der Zeit eingeordnet. Das »Reich der Ideen«, wie es Schinkel selbst nennt, weist vielfältige Bezüge zu den philosophischen, ästhetischen, bildungstheoretischen und politischen Entwürfen der Zeit um 1800 auf und lässt die Architektur als Ausdruck eines übergeordneten Weltbildes und Kunstverständnisses erscheinen. So zeigen die Reflexionen Schinkels eine deutliche Nähe zur ästhetisierten Graecomanie Winckelmanns, zur Bildungstheorie und zum Antikebild Wilhelm von Humboldts, zu Fichtes Nationalidentitätsphantasien und zu Schillers Idee einer ästhetischen Erziehung.
Diese Studie liefert in einem ersten Teil eine Rekonstruktion zentraler Begriffe und Bezüge in Schinkels geschichtsphilosophischem Denken. Im zweiten Teil werden vor dem Hintergrund zeitgenössischer Denkmodelle die Epochen in den Blick genommen, die in Schinkels Geschichtsauffassung eine entscheidende Stellung einnehmen: Die griechische Antike und ein deutsches Mittelalter. Beide Zeitalter fungieren als geschichtsphilosophische Utopien, die in kulturkritischer Absicht der Moderne entgegengesetzt werden.
Seine Überlegungen zu Geschichte und Kunst verstand der Architekt als theoretisches Fundament eines ausdrücklich zukunftsgerichteten Programms – als ein »Veredler aller menschlichen Verhältnisse« wollte Schinkel das individuelle wie das nationale Leben ästhetisch und politisch-sozial reformieren. Nicht zuletzt ist die vorliegende Untersuchung deshalb ein Beitrag zum Zusammenhang von Antikenrezeption, Mittelalterwahrnehmung und Geschichte des Nationalbewusstseins in Deutschland.

 
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