Wehrhahn Verlag

Suche nach Autor, Titel oder ISBN:
Volltextsuche:
 
 
        IMPRESSUM|KONTAKT|AGB|A-Z|
START|ÜBER UNS|VERTRIEB|PROGRAMM|REMITTENDEN|NEWSLETTER|WARENKORB|

Im Anschluss an die Bücherauflistung finden Sie einen Einführungstext zu dieser Reihe.

 
 
Es wurden 10 Bücher in der gewählten Rubrik gefunden:

Die Geschichte des Diethelm von Buchenberg

Auerbach, Berthold
  Die Geschichte des Diethelm von Buchenberg
 

Die Journalisten

Freytag, Gustav
  Die Journalisten
 

Gebunden und Ungebunden

Kalisch, Ludwig
  Gebunden und Ungebunden
 

Der Andere

Lindau, Paul
  Der Andere
 

Nach berühmten Mustern

Mauthner, Fritz
  Nach berühmten Mustern
 

Sankt Thomas

Raabe, Wilhelm
  Sankt Thomas
 

Tag und Nacht in London
Ein Skizzenbuch zur Weltausstellung


Rodenberg, Julius
  Tag und Nacht in London<br>Ein Skizzenbuch zur Weltausstellung
 

Varinka, oder: Die rothe Schenke

Schiff, Hermann
  Varinka, oder: Die rothe Schenke
 

Anton in Amerika

Solger, Reinhold
  Anton in Amerika
 

Der Wunsch

Sudermann, Hermann
  Der Wunsch
 

Bibliothek des 19. Jahrhunderts

Um die Wende zum 3. Jahrtausend ist verstärkt über die Frage diskutiert worden, welche Bücher immer noch oder wieder gelesen werden sollten. Prominente Personen des öffentlichen Lebens haben sich dazu geäußert, etwa in der Umfrage der Wochenzeitschrift DIE ZEIT im Mai 1997. 2001 publizierte der SPIEGEL eine 74 Autorennamen umfassende Liste Marcel Reich-Ranickis. 2004 erscheint in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG eine Basisbibliothek der Weltliteratur. Mit solchen und anderen Projekten sollen zentrale Texte im kulturellen Gedächtnis bewahrt werden. Das Problem solcher Listen ist, dass sie, von kleineren Abweichungen abgesehen, immer dieselben Namen und Werke nennen. Der größte Teil der zahlreichen Erzähltexte, Dramen, Gedichte bleibt außen vor. Man könnte analog zum Begriff des kulturellen Gedächtnisses von Gedächtnisverlust sprechen oder mit Jurij M. Lotman davon, dass diese Texte, weil sie nicht mehr gelesen werden und keine Informationen mehr übermitteln, nur noch als »Rauschen« wahrnehmbar sind.

Für das 18. Jahrhundert, also die sogenannte Genie- oder Sattelzeit, gibt es eine Vielzahl von Projekten, die kulturell bedeutsame Texte vor dem Vergessen retten wollen. Dabei findet die eigentliche Revolution, die explosionsartige Vermehrung der literarischen Publikationen und des sie rezipierenden Publikums, erst im 19. Jahrhundert statt. Unausgesprochene Voraussetzung für die Aufnahme in diese Reihe ist die Annahme, dass die Bände zu Unrecht vergessen sind, dass sie Erkenntnisbedeutsamkeit für ihre und für die heutige Zeit besitzen. Die »Bibliothek des 19. Jahrhunderts« versteht sich als ein archäologisches Projekt, kritisch in dem Sinne, dass es gegen Verfestigungstendenzen angehen und zu einem weiter ausgreifenden Diskurs über das anregen möchte, was dem kulturellen Gedächtnis nicht verloren gehen sollte.



(c) Gestaltung und Programmierung: marieundflorian (2008)