Claudia Sedlarz

»Rom sehen und darüber reden«

Karl Philipp Moritz' Italienreise 1786–1788 und die literarische Darstellung eines neuen Kunstdiskurses

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Was kann über Kunstwerke gesagt werden, wenn man direkt vor ihnen steht?

Diese Frage beschäftigt Karl Philipp Moritz während seines Romaufenthalts 1786-1788. Mit seinen Freunden unter den deutschen Künstlern in Rom und mit Johann Wolfgang von Goethe, Johann Gottfried Herder, Aloys Hirt und anderen Gelehrten tauscht sich Moritz über die berühmten Gemälde und Skulpturen in den römischen Sammlungen und über zeitgenössische Kunst aus.

In den Reisen eines Deutschen in Italien in den Jahren 1786 bis 1788 versucht Moritz solche Gespräche und die visuellen und räumlichen Eindrücke, die beim Gehen durch die Stadt gewonnen werden, literarisch zu vermitteln. Seine Kunstbetrachtungen sind eingebettet in die Schilderung von Spaziergängen durch Rom.

Nach Moritz' Rückkehr aus Rom wird er der erste Professor für Kunstgeschichte in Berlin. Er beteiligt sich an der umfassenden Reform der Akademie der Künste: Kunsterziehung und Ausbildung des Geschmacks werden als eine Aufgabe des Staates entdeckt. Moritz bringt seine römischen Erkenntnisse in die Diskussion mit ein. Bis zu seinem frühen Tod regt er die Auseinandersetzung mit Kunst in Berlin nachhaltig an.

Es ist »eine umfassende und gut lesbare Studie zu einem nicht einfachen Thema entstanden. Claudia Sedlarz hat das Bild des Berliner Klassizimus um wichtige Aspekte bereichert.«

Christian Hecht, Zeitschrift für Germanistik, Neue Folge XXI, 2011

»Auf eine forschungsgeschichtliche Einleitung folgen drei Teile, die gründlich recherchiert sind und in erfreulich selbstverständlicher Weise alle methodischen Anforderungen von Interdisziplinarität erfüllen.«



»[eine] kunst- und literaturhistorische Arbeit im Feinschliff«

Prof. Heinrich Dilly, Kunstchronik, Heft 09/10 2012
  • ISBN: 978-3-86525-042-1
  • 336 Seiten
  • Hardcover
  • Am 04.05.2010 erschienen
  • Deutsch
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