Kai Wode

»Sich selbst das Leben nehmen«

Versuch einer Typologie des Suizidanten anhand deutschsprachiger Literatur des 20. Jahrhunderts

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Den inneren Zwang eines Suizidanten schildert Kafka wie folgt: »Der Selbstmörder ist der Gefangene, welcher im Gefängnishof einen Galgen aufrichten sieht, irrtümlich glaubt, es sei der für ihn bestimmte, in der Nacht aus der Zelle ausbricht, hinuntergeht und sich selbst aufhängt.« Diese »Logik des Absurden« sowie der »Hauch des Todes« begegnen uns gleichermaßen bei einer Selbsttötung. Im Gegensatz zu den wissenschaftlichen Suizidanalysen veranschaulicht uns Literatur die existentiellen und emotionalen Grenz-bereiche des Daseins. Sie kann einen Zugang zum fremden Anderen eröffnen und den Leser zugleich mit sich selbst konfrontieren... hoffend, dass sich seine Selbstidentität als Gesicherte beweist, um Suizidprävention dort beginnen zu lassen, wo sie ansetzen sollte: beim Einzelnen.

  • ISBN: 978-3-86525-025-4
  • 296 Seiten
  • Broschur
  • Am 12.10.2006 erschienen
  • Deutsch
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