Hrsg. von Johannes Birgfeld / Julia Bohnengel / Alexander Košenina

Kotzebues Dramen

Ein Lexikon

€ 38,00 nicht lieferbar
Friedrich Nietzsche pries ihn in Menschliches, Allzumenschliches als das »eigentliche Theatertalent der Deutschen«. Denn »die Zeitgenossen hätten von ihm im Ernste sagen dürfen: ›in ihm leben, weben und sind wir‹«. Tatsächlich gehört August von Kotzebue (1761–1819) mit August Wilhelm Iffland zu den produktivsten und meist gespielten deutschen Dramatikern, der die Anliegen seiner Zeit vollständig auf die Bühne brachte. In seinen rund 230 Stücken aller Genres – vom Prolog bis zum Historiendrama, vom rührenden Trauerspiel bis zur Gesellschaftskomödie, vom szenischen Sinnbild bis zur Oper, von der Huldigung bis zur Posse – verarbeitet Kotzebue mit Witz und spitzer Feder alle Themen und Moden der Epoche: Ehe und Familie, Hof und Bourgeoisie, Erbschaft und Spekulation, Krieg und Frieden, russische und deutsche Politik, Leibeigenschaft und Sklaverei, Glaube und Religion, Intrige und Verbrechen, Verstellung und Theater, Wissenschaft und Scharlatanerie. Das Lexikon bearbeitet erstmals Kotzebues Gesamtproduktion für die Bühne, vom 1782 entstandenen Trauerspiel Demetrius bis zu dem im Todesjahr erschienenen Einakter Die Selbstmörder. Die alphabetisch angeordneten Artikel zu jedem einzelnen Drama verzeichnen knapp die Inhalte, Motive, Aufführungen, Rezeptionszeugnisse sowie Forschungsbeiträge und präsentieren Illustrationen aus den Originalausgaben.

»[ein] verdienstvolle[s] Lexikon«

Tilman Spreckelsen, FAZ, 03.05.2011

»eine ebenso bemerkens- wie bewundernswerte Fleißarbeit«

Rainer Wagner, HAZ, 03.05.2011

»Rührende Singspiele, Komische Opern, Einakter, orientalische Scherzspiele und Lustspiele zuhauf, deren Zusammenfassung viel Forschergeist [...] erfordert.«

Ralf-Carl Langhals, Mannheimer Morgen, 03.05.2011

»Über das dramatische Wirken von Kotzebue und Iffland informieren jetzt einschlägige Handbücher: 2009 erschien im Wehrhahn Verlag das von Mark-Georg Dehrmann und Alexander Košenina hg. Lexikon Ifflands Dramen; 2011 brachte derselbe Verleger dann das von Johannes Birgfeld, Julia Bohnengel und Alexander Košenina hg. Lexikon Kotzebues Dramen heraus.«

Cord-Friedrich Berghahn, Germanisch-Romanische Monatsschrift, Band 62, Heft 3/2012

Alexander Košenina

Alexander Košenina, Prof. Dr., wechselte 2008 von einem germanistischen Lehrstuhl in Bristol an die Leibniz Universität Hannover. Er vertritt die deutsche Literatur des 17.–19. Jahrhunderts, beschäftigt sich u.a. mit medizinischen und juristischen Fallgeschichten seit der Frühen Neuzeit und interessiert sich für Wechselwirkungen zwischen Malerei und Literatur. Zahlreiche Bücher, Aufsätze, Feuilletons und Editionen zur Literatur des 17. bis 21. Jahrhunderts.

  • ISBN: 978-3-86525-227-2
  • 117 Abbildungen
  • 280 Seiten
  • Hardcover
  • Am 11.05.2011 erschienen
  • Deutsch
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