Editionen

Ludwig Kalisch
Hrsg. von Stefan Neuhaus

Gebunden und Ungebunden

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Aus seiner Feder stammen treffende Polit-Satiren im Stil Heinrich Heines und sarkastisch-humoristische Gesellschaftsschilderungen, die an Wilhelm Busch erinnern, obwohl dieser seine literarische Arbeit deutlich später begann. 1814 in Lissa / Posen geboren, studierte Ludwig Kalisch Medizin, wurde Sprachlehrer und promovierte 1847 zum Dr. phil. Er war Herausgeber und einziger Autor der Karnevalszeitschrift »Narrhalla«, deren wichtigste Aufgabe es war, Feudalismus und Zensur bloßzustellen. Im Revolutionsjahr gründete er die Zeitung »Der Demokrat« und vertrat darin frühe sozialistische Überzeugungen. 1849 in Abwesenheit zum Tode verurteilt, ging er nach Paris und London, veröffentlichte aus dem Exil, starb 1882 in Paris. Zu Kalischs Publikationsorten zählte die auflagenstarke Gartenlaube. Sein Lebenslauf ist ebenso schillernd wie sein Werk, und doch ist Ludwig Kalisch heute so gut wie vergessen.
Die wenigen Wissenschaftler, die sich mit Kalisch beschäftigt haben, sind zu dem Schluss gekommen, dass dieser Autor es wert wäre, wiederentdeckt zu werden. Gebunden und Ungebunden, 1876 beim Münchner Verlag Braun & Schneider erschienen, bietet in seiner losen Folge von Satiren und Humoresken, von Prosa, Minidramen und Gedichten einen repräsentativen Querschnitt durch Kalischs Werk. Seltenere Bücher als dieses wird man kaum finden, es lassen sich in Archiven und Privatbesitz noch ganze drei Exemplare nachweisen. Der richtige Gegenstand also für eine »Bibliothek des 19. Jahrhunderts«, die nicht auf das oftmals allzu Bekannte setzt, sondern auf notwendige Wiederentdeckungen.

Stefan Neuhaus ist Professor am Institut für Germanistik der Universität Innsbruck.

  • ISBN: 978-3-86525-301-9
  • Mit einem Nachwort von Stefan Neuhaus
  • 300 Seiten
  • Broschur
  • Am 10.08.2004 erschienen
  • Deutsch
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