Iffland schrieb drei Dramen, die sich dezidiert mit der Französischen Revolution befassen: das Lustspiel Figaro in Deutschland (1790), das Trauerspiel Die Kokarden (1791) und das Schauspiel Das Erbtheil des Vaters (1800). Indem Iffland sein dramatisches Personal jeweils einem anderen sozialen Milieu zuordnete, lieferte er ein Gesellschaftspanorama um 1800. Die unterschiedlichen Formen legen Zeugnis darüber ab, wie sich Iffland dem Stoff, der für ihn Gegenwart war und der sich also immer wieder veränderte, zu nähern versuchte. Die verwendeten Formen entsprachen dem aktuellen Verhältnis, das er zum jeweiligen Zeitpunkt zur Revolution hatte. Alle Stücke wurden auf öffentlichen Bühnen und auch auf Gesellschaftstheatern zur Aufführung gebracht. Sie waren damit ein wichtiger öffentlicher Diskussionsbeitrag zu diesem Epochenereignis.