Müchler Kriminlageschichte Umschlag

Karl Müchler
Hrsg. von Alexander Košenina

Kriminalgeschichten

Aus gerichtlichen Akten gezogen

€ 20,00 nicht lieferbar
Mit seinen Kriminalgeschichten (1792) beteiligt sich der Berliner Verwaltungsjurist Karl Müchler (1763–1857) an einer neuen literarischen Mode. Meißners Skizzen (1778–1796) und Schillers Verbrecher aus verlorener Ehre (1786/1792) gehen zwar voran, doch Müchler erobert mit dem Genretitel Kriminalgeschichten als erster den Buchmarkt. Ihm gelingt der Übergang von juristisch und psychologisch dokumentierenden Fallsammlungen zu unterhaltenden und zugleich belehrenden Erzählungen. Müchler hat sie »aus gerichtlichen Akten gezogen«, narrativ aufbereitet und in mehreren Fällen zuerst in der Berlinischen Monatsschrift publiziert. Weitere Beispiele entstammen gedruckten Kollektionen anderer Autoren. Müchler tritt also vornehmlich als Herausgeber und Bearbeiter in Erscheinung. Programmatisch fördert er die Rechtsreformen der Aufklärung und leistet einen Beitrag zur Erfahrungsseelenkunde – so der Untertitel der zweiten und dritten Auflage (1828/33; 1836/37). Vor allem werden diese Geschichten erzählt – lobt der Rechtswissenschaftler Christian Gottlieb Gmelin – »wie sie für empirische Seelenlehre wichtig sind«.

Alexander Košenina

Alexander Košenina, Prof. Dr., wechselte 2008 von einem germanistischen Lehrstuhl in Bristol an die Leibniz Universität Hannover. Er vertritt die deutsche Literatur des 17.–19. Jahrhunderts, beschäftigt sich u.a. mit medizinischen und juristischen Fallgeschichten seit der Frühen Neuzeit und interessiert sich für Wechselwirkungen zwischen Malerei und Literatur. Zahlreiche Bücher, Aufsätze, Feuilletons und Editionen zur Literatur des 17. bis 21. Jahrhunderts.

  • ISBN: 978-3-86525-540-2
  • Mit einem Nachwort von Alexander Košenina
  • 212 Seiten
  • Hardcover
  • Am 12.08.2018 erschienen
  • Deutsch
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