Ludwig von Baczko
Hrsg. von Joseph Kohnen

Die Mennoniten

Ein Familiengemählde in drei Aufzügen

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Diese Neuausgabe vermittelt eines der merkwürdigsten Theaterstücke Ostpreußens gegen Ende des aufgeklärten Jahrhunderts. Der mit 20 Jahren erblindete vielseitige Dichter und Historiker Ludwig von Baczko (1756–1823) wirkte unter denkbar ungünstigen Umständen inmitten der Glanzzeit der Königsberger Geistesgeschichte und vermochte dennoch sowohl als Romanautor als auch als Gelehrter der Nachwelt eine ganze Reihe wertvoller, wenn auch heute leider vergessener Werke zu hinterlassen. Als physisch Benachteiligter und als Katholik inmitten einer protestantisch geprägten Umwelt gesellschaftlich zurückgesetzt, verwendete er sich mit seltenem Mut verbissen für benachteiligte Volks- und Glaubensgemeinschaften sowie vom Unglück verfolgte Familien- und Einzelschicksale. Seine »Mennoniten« sind in diesem Sinne ein überaus interessantes Zeugnis und kulturhistorisches Dokument, das mit erstaunlicher Deutlichkeit den modernen Europäischen Verständigungsgedanken vorwegnimmt.

Joseph Kohnen, Jahrgang 1940, Studium der Germanistik, Altphilologie und Philosophie in Luxemburg, Nancy, Paris und Bonn. 1972 Promotion und 1982 Habilitation. Schwerpunkte der editorischen Arbeit: Aufklärung in Ostpreußen, insbesondere Königsberg (Hippel, Hamann, Lauson, Baczko, Lindner, Verlagswesen, Freimaurerei), Klassik (Jean Paul, Goethe) und Expressionismus (Trakl, Heym, Goll). Em. Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Luxemburg und seit 1990 Ständiger Gastprofessor an der Föderalen Baltischen Kant-Universität Kaliningrad.

  • ISBN: 978-3-86525-382-8
  • Mit einem Nachwort von Joseph Kohnen
  • 72 Seiten
  • Broschur
  • Am 20.03.2014 erschienen
  • Deutsch
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