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Charlier, Robert (Hg.) Wissenswelten |
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Kaminski, Nicola / Mergenthaler, Volker »Der Dichtkunst Morgenröthe verließ der Erde Thal«: Viel Lärmen um Nichts. |
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Kreutzer, Leo / Simo, David (Hg.) Weltengarten 2009/2010 Migrationen heute und gestern |
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Motschmann, Uta Schule des Geistes, des Geschmacks und der Geselligkeit |
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Oels, David / Porombka, Stephan / Schütz, Erhard (Hg.) Non Fiktion |
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Rüppel, Michael Gustav Friedrich Wilhelm Großmann (1743–1796) |
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Sedlarz, Claudia »Rom sehen und darüber reden« |
Kindermann, Eberhard Christian Die Geschwinde Reise auf dem Lufft-Schiff nach der obern Welt … (1744) (Fundstücke) |
Oels, David / Porombka, Stephan / Schütz, Erhard (Hg.) Non Fiktion Arsenal der anderen Gattungen - Entropie |
Saure, Felix Karl Friedrich Schinkel Ein deutscher Idealist zwischen »Klassik« und »Gotik« |
von Ungern-Sternberg, Alexander Die Zerrissenen Roman |
Mauthner, Fritz Nach berühmten Mustern Parodistische Studien - Gesamtausgabe Hrsg. v. Almut Vierhufe Mit einem Nachwort und Anmerkungen von Almut Vierhufe Bibliothek des 19. Jahrhunderts 7 2009, 190 Seiten, Broschur ISBN 978–3–86525–307–1 Preis: 18,00 € bestellen |
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Fritz Mauthners literarische Parodien polarisierten die kulturell interessierte Öffentlichkeit im Berlin der Gründerzeit. Dass er mit seinen parodistischen Studien den literarischen Nerv seiner Zeit traf und die Diskussion über die künstlerische Qualität der Publikumslieblinge, wie Berthold Auerbach und die Marlitt, Paul Heyse, Friedrich Spielhagen und Gustav Freytag, neu entfachte, zeigen die Reaktionen und Kritiken, die sich zwischen Begeisterung und Entrüstung bewegten. Einige seiner Opfer haben ihm nie verziehen, andere bestürmten ihn, in den Reigen der berühmten Muster auf-genommen zu werden, um so an Mauthners parodistischem Erfolg teilhaben zu können. »Ein bleibendes Buch«, urteilte ein zeitgenössischer Rezensent über die Gesamtausgabe der Parodien von 1897. Diese Prognose hat sich nicht erfüllt. Zu Unrecht: Mauthners Paro-dien zeigen in ihrer stilistischen Imitation und Karikatur nicht nur eine sicher beherrschte parodistische Technik und Treffsicherheit, Witz und Esprit, sie sind auch ein bedeutendes literarisches Dokument der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Ohne jede zeitliche Distanz präpariert Mauthner aus seinen Vorlagen charakteristische Stil- und Sprachmuster des Kanons seiner Zeit heraus, die sich mit späteren, retrospektiv erstellten wissenschaftlichen Stilanalysen der Gründerzeit decken, und gibt darüber hinaus zahlreiche Hinweise auf die gesellschaftspolitischen Zusammenhänge im zeitgenössischen Rezeptionsverhalten auf dem Gebiet der Belletristik. Namhafte Kritiker empfahlen die damals hochaktuellen Parodien jedem nicht nur literarisch Interessierten als ein gleichermaßen komisch-kurzweiliges wie kritisches und in Fragen literarischer Qualität meinungsbildendes Porträt der Epoche. Aber auch für heutige Leser ist es ein nicht weniger amüsantes, an Informationen zu Literatur und ihrer Rezeption, zu Politik und Gesellschaft des späten 19. Jahrhunderts reiches Buch – ein Beispiel einer kleinen satirisch-spöttischen Literaturgeschichte, die aus einer ganz anderen Perspektive heraus innerhalb der literarisch-kulturellen Fehden und Gruppenbildungen einer Epoche Stellung bezieht. |
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