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»Der Dichtkunst Morgenröthe verließ der Erde Thal«:
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Gustav Friedrich Wilhelm Großmann (1743–1796)
 


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Kindermann, Eberhard Christian
Die Geschwinde Reise auf dem Lufft-Schiff nach der obern Welt … (1744)
(Fundstücke)
 

Oels, David / Porombka, Stephan / Schütz, Erhard (Hg.)
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Saure, Felix
Karl Friedrich Schinkel
Ein deutscher Idealist zwischen »Klassik« und »Gotik«
 

von Ungern-Sternberg, Alexander
Die Zerrissenen
Roman
 


Mauthner, Fritz

Nach berühmten Mustern

Parodistische Studien -
Gesamtausgabe

Hrsg. v. Almut Vierhufe

Mit einem Nachwort und Anmerkungen von Almut Vierhufe

Bibliothek des 19. Jahrhunderts 7
2009, 190 Seiten, Broschur
ISBN 978–3–86525–307–1
Preis: 18,00 €

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  Nach berühmten Mustern

 

Fritz Mauthners literarische Parodien polarisierten die kulturell interessierte Öffentlichkeit im Berlin der Gründerzeit. Dass er mit seinen parodistischen Studien den literarischen Nerv seiner Zeit traf und die Diskussion über die künstlerische Qualität der Publikumslieblinge, wie Berthold Auerbach und die Marlitt, Paul Heyse, Friedrich Spielhagen und Gustav Freytag, neu entfachte, zeigen die Reaktionen und Kritiken, die sich zwischen Begeisterung und Entrüstung bewegten. Einige seiner Opfer haben ihm nie verziehen, andere bestürmten ihn, in den Reigen der berühmten Muster auf-genommen zu werden, um so an Mauthners parodistischem Erfolg teilhaben zu können. »Ein bleibendes Buch«, urteilte ein zeitgenössischer Rezensent über die Gesamtausgabe der Parodien von 1897. Diese Prognose hat sich nicht erfüllt. Zu Unrecht: Mauthners Paro-dien zeigen in ihrer stilistischen Imitation und Karikatur nicht nur eine sicher beherrschte parodistische Technik und Treffsicherheit, Witz und Esprit, sie sind auch ein bedeutendes literarisches Dokument der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Ohne jede zeitliche Distanz präpariert Mauthner aus seinen Vorlagen charakteristische Stil- und Sprachmuster des Kanons seiner Zeit heraus, die sich mit späteren, retrospektiv erstellten wissenschaftlichen Stilanalysen der Gründerzeit decken, und gibt darüber hinaus zahlreiche Hinweise auf die gesellschaftspolitischen Zusammenhänge im zeitgenössischen Rezeptionsverhalten auf dem Gebiet der Belletristik. Namhafte Kritiker empfahlen die damals hochaktuellen Parodien jedem nicht nur literarisch Interessierten als ein gleichermaßen komisch-kurzweiliges wie kritisches und in Fragen literarischer Qualität meinungsbildendes Porträt der Epoche. Aber auch für heutige Leser ist es ein nicht weniger amüsantes, an Informationen zu Literatur und ihrer Rezeption, zu Politik und Gesellschaft des späten 19. Jahrhunderts reiches Buch – ein Beispiel einer kleinen satirisch-spöttischen Literaturgeschichte, die aus einer ganz anderen Perspektive heraus innerhalb der literarisch-kulturellen Fehden und Gruppenbildungen einer Epoche Stellung bezieht.

 
 
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