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Iffland, August Wilhelm

Der Komet
Eine Posse in einem Aufzuge


Leipzig 1799

Hrsg. v. Johannes Birgfeld und Claude Conter

Mit einem Nachwort von Johannes Birgfeld und Claude Conter

Theatertexte 10
2006, 120 Seiten, Broschur
ISBN 978–3–932324–40–6
ISSN 1863-8406
Preis: 20,00 €

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  Der Komet<br>Eine Posse in einem Aufzuge

 

Was verbindet Woody Allen und Johann Nepomuk Nestroy mit August Wilhelm Iffland? Wieso lässt Arno Schmidt in seinem Roman Kaff auch Mare Crisium Ifflands Posse Der Komet neu aufleben? Nicht erst die jüngsten Rezeptionsdokumente zeigen, dass die eher unbekannte Posse Der Komet des bekannten Schauspielers, Theaterdirektors und Unterhaltungsschriftstellers August Wilhelm Iffland (1759–1814) immer wieder zu irritieren und zu faszinieren wusste, so dass das Stück von 1798 nichts Geringeres als eine erstaunliche Wirkungsgeschichte bis ins 20. Jahrhundert aufzuweisen hat.

Die Angst vor Kometen als Vorboten des Schlechten, womöglich gar des jüngsten Gerichts, die im Zentrum des Kometen steht, hat eine lange Tradition. Ifflands Stück aber über den drohenden Weltuntergang durch einen auf die Erde herabstürzenden Kometen ist mehr als nur eine Kritik an Scharlatanen und eine Verspottung astrologischer Moden. Iffland setzt sich besonders mit jenen Ängsten auseinander, die von Kometen um 1800 trotz des Aufschwungs der Naturwissenschaften, trotz der zunehmenden Berechenbarkeit der Welt noch immer ausging – und bezieht so auch Stellung zum Projekt der Moderne schlechthin, zu seinen Leistungen wie seinen Schattenseiten. Der Komet bilanziert den Stand der Aufklärung um 1800 – und kommt so zu überraschenden Ergebnissen.

Die hier vorgelegte Edition, die dem Erstdruck von 1799 folgt, enthält Dokumente zur Rezeptions- und Wirkungsgeschichte, Informationen zum Leben und Wirken des Autors sowie zum kultur- und literaturgeschichtlichen Kontext.

 
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