Editionen

Christian Felix Weiße
Hrsg. von Alexander Košenina

Die Jagd

Eine komische Oper in drey Aufzügen

Als »Kleinigkeit« bezeichnete Christian Felix Weiße seine »komische Oper« Die Jagd nach der Weimarer Uraufführung 1770. Sie wird zum Riesenerfolg, das Stück mit der Musik von Johann Adam Hiller markiert den Beginn des deutschen Singspiels. Noch Richard Wagner zählt es zu den wichtigsten Vorläufern seiner Meistersinger von Nürnberg (1868). Die einfache Handlung im ländlichen Ambiente dreht sich um einen König, der sich auf der Jagd im Wald verläuft und völlig unerkannt im Haus eines Dorfrichters freundliche Aufnahme findet. Seine Tochter Röse liebt einen aufrichtigen Burschen, und sein Sohn Christel eine Pachterstochter, die den Fängen eines gräflichen Frauenräubers entkommt. Der König kann nach seiner Entdeckung beide Paare vereinigen und reich beschenken, den verbrecherischen Grafen hingegen bestrafen. Lange konnte er das Treiben aus dem Geheimen beobachten, die ehrliche Liebe seiner Untertanen rührt ihn fast zu Tränen. Sie beweisen ihre treuherzige Natürlichkeit gegen die Komplimentierkunst bei Hofe.

Alexander Košenina

Alexander Košenina, Prof. Dr., wechselte 2008 von einem germanistischen Lehrstuhl in Bristol an die Leibniz Universität Hannover. Er vertritt die deutsche Literatur des 17.–19. Jahrhunderts, beschäftigt sich u.a. mit medizinischen und juristischen Fallgeschichten seit der Frühen Neuzeit und interessiert sich für Wechselwirkungen zwischen Malerei und Literatur. Zahlreiche Bücher, Aufsätze, Feuilletons und Editionen zur Literatur des 17. bis 21. Jahrhunderts.

  • ISBN: 978-3-98859-141-8
  • ISSN: 1863-8406
  • Theatertexte 98
  • 112 Seiten
  • Broschur
  • Am 12.01.2026 erschienen
  • Deutsch
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