Die Einsicht, dass die moderne, ›westliche‹ Semantik der »Gegenwart« seit dem späten 18. Jahrhundert Diversität als eines ihrer konzeptionellen Kernmomente ausprägt, bildet die Grundlage für die hier versammelten Beiträge, die das Feld multipler, divergenter und transkultureller Gegenwarten in Literatur, Kunst, Medien und Theorie neu vermessen.
Die Aufsätze resultieren aus Workshops des DFG-Graduiertenkollegs »Gegen-wart/Literatur. Geschichte, Theorie und Praxeologie eines Verhältnisses« und nehmen vier Dimensionen diverser Gegenwarten in den Blick: Die vergleichende Wissenschaftsgeschichte der Gegenwartsliteraturwissenschaft, Gegenwarten (in) der Kunst, Gegenwart und Gender sowie Gegenwart und Literatur in außereuropäischer Perspektive.