Friedrich Bouterwek
Hrsg. von Till Kinzel

Immanuel Kant. Ein Denkmal

Mit einem Anhang: Bouterwek über das Esoterische und Exoterische der Philosophie (1798)

€ 8,00 Vorbestellbar. Auslieferung ab 30.06.2026.
Leseprobe
Der Göttinger Philosophieprofessor, Ästhetiker und Literarhistoriker Friedrich Bouterwek (1866–1828) gehörte zu den wenigen, die dem Königsberger Immanuel Kant nach seinem Tode 1804 ausführlich gedachten. Das 1805 erschienene Kant-Denkmal des ehemaligen Kantianers Bouterwek sollte »Dankbarkeit und Verehrung« zum Ausdruck bringen. Es wird hier erstmals in einer annotierten Neuausgabe vorgelegt und bietet ein frühes Zeugnis für eine kritisch würdigende Auseinandersetzung mit der epochalen Bedeutung Kants, seines Genies und seiner Verdienste. Kein Geringerer als Friedrich Heinrich Jacobi zeigte sich »durch und durch erwärmt« von Bouterweks Schrift, die jedoch in der zeitgenössischen Diskussion ansonsten wenig Spuren hinterließ und einen anderen Ton als spätere Kritiker wie Schopenhauer oder Heine pflegte. Bouterweks kleine Kant-Schrift wirft auch Licht auf dessen eigenen Werdegang als realistischer Denker und Religionsphilosoph in einer vom deutschen Idealismus Fichtes, Hegels und Schellings dominierten Epoche. Mit dieser Neuedition soll nicht nur dessen frühe Kantrezeption in Erinnerung gerufen werden. Auch zu einer Neubewertung der Rolle des weitgehend vergessenen Bouterwek in den Debattenkonstellationen der Epoche soll ein Anstoß gegeben werden. Ergänzt wird die Edition durch den Abdruck eines wenig bekannten Textes Bouterweks zur Esoterik und Exoterik der Philosophie als Beitrag zur Diskussion um die Popularphilosophie der Sattelzeit. Ein konzises Nachwort rundet den Band ab.

  • ISBN: 978-3-98859-171-5
  • Edition Wehrhahn 37
  • 80 Seiten
  • Broschur
  • Erscheint am 30.06.2026
  • Deutsch
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