Johann Hermann Detmold
Hrsg. von Yannik Behme

Randzeichnungen

Vom Advokaten Detmold in Hannover

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Bestürzung im flachsenfingischen Kunstklub: Durch das ausgiebige Streicheln einer im Klublokal aufgestellten Venus von Medici hat deren vielgerühmte Kehrseite nach und nach eine dunkle Farbe angenommen. Man tritt zu einer förmlichen Beratung zusammen, um das schwerwiegende Problem zu lösen. Wie ist dem Missstand abzuhelfen? Und handelt es sich überhaupt um einen Missstand? Immerhin zeugt der Schmutz am göttlichen Hinterteil doch vom hohen Formensinn der Mitglieder. Eine hitzige Debatte entsteht.

Johann Hermann Detmold (1807–1856), ein langjähriger Freund und Briefpartner Heines, gehörte zu den führenden Kräften im hannoverschen Verfassungskampf und wurde 1848 zum Abgeordneten der Nationalversammlung gewählt. Seine später im Parlament gefürchtete Scharfzüngigkeit schlug früh auch literarische Bahnen ein: So verfasste Detmold anlässlich einer Kunstausstellung des Kunstvereins Hannover, dessen Mitbegründer er war, eine spöttische Anleitung zur Kunstkennerschaft (1834). Seine 1843 erschienenen Randzeichnungen »sind das Beste, was je über die deutsche Philisterei während der Restaurationsperiode geschrieben wurde« (Wolfgang Menzel), »Diamanten der deutschen Satire, welche Witz und Spott selten mit soviel Grazie zu verbinden weiß« (Ferdinand Kürnberger).

»eine echte Trouvaille«

Simon Benne, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 26.11.13
  • ISBN: 978-3-86525-356-9
  • Mit einem Nachwort von Yannik Behme
  • mit Abb.
  • 88 Seiten
  • Broschur
  • Am 05.11.2013 erschienen
  • Deutsch
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